

Über mich
Krzysztof Wais/21
Artur Sowinski beschreibt sich als ein suchender Künstler und Maler. In seinen
Arbeiten vereint er Ästhetik mit Ethik,
Al Meier/25
Schon von Kindesbeinen an formte Artur Sowiński seine Empfindsamkeit
und Fantasie, indem er Hunderte von Papieren mit kindlichen
Jan Englert/19
Wertvolle Einblicke in die Natur, eine Philosophie, die auf Quantenphysik basiert. Esoterik versus Materialismus und zwischenmenschliche Beziehungen –
Workshop mit Kinder
Malworkshop für Kinder

Kinder haben mich schon immer interessiert, und ich mag ihre Gesellschaft.
Picasso soll einmal gesagt haben, dass die größten Künstler die Kinder seien, und
Dostojewski behauptete, dass der Kontakt mit Kindern die Seele heilen könne.
Während dieses Malworkshops möchte ich wenigstens für einen kurzen Augenblick die
Vorstellungskraft in jedem Kind wachrufen, die ein Potenzial darstellt, das von der Welt der
Erwachsenen noch nicht beschränkt ist. Ich möchte, dass die Kinder ihrem Erkenntnisdrang
mit Hilfe von Farben nachkommen.

Farben begleiten uns seit jeher und sind das einfachste und älteste Mittel, unsere Gefühle und
Emotionen zum Ausdruck zu bringen. Mit Sicherheit wissen oder vermuten viele von Ihnen,
dass die Kinder weder Computerspiele noch die Unmengen von Spielsachen brauchen.
Auch Urlaub brauchen sie nicht, denn dank ihrer Vorstellungskraft können sie sich in andere
Galaxien versetzen und stundenlang spielen, indem sie ihre eigene Welt anhand von
Buntstiften oder Gegenständen des täglichen Gebrauchs modellieren.

Das kann man auch auf viele bekannte Künstler beziehen, die das kleine Kind immer noch in
sich tragen und die durch Experimentieren, Erfahrungen und nicht selten Spiel häufig neue
Richtungen im Denken und in der Kunst bestimmen.

Oft werden die von Kindern auf die Leinwand übertragene Wirklichkeit und das Verständnis
der Welt von dem pragmatisch denkenden Teil der Gesellschaft missverstanden, obwohl die
kindlichen Bilder unsere Vorstellungskraft anregen.
Genauso ist es mit kindlichen Zeichnungen, die von vielen von uns nicht verstanden werden,
wenn sie nicht etwas Reales darstellen.
Wir können viel von Kindern lernen, aber nicht unbedingt, dass Kinder alles von uns lernen
sollten.

Frühstück im Grünen
Mit „Frühstück im Grünen“ habe ich mich mit einem bekannten impressionistischen Thema
beschäftigt. In der Kunstgeschichte ergibt sich dazu ein weites Feld. Ich betrachte die Situation des
Werkes aus einer neuen Perspektive. Vorausgegangen ist die möglichst intensive Befreiung der
bekannten Grundlagen. Beim „Frühstück im Grünen“ wollte ich zum Ausdruck bringen, dass man mit
etwas Mühe immer in der Lage ist, neue Blickwinkel und andere Sichtweisen zu gewinnen. In diesem
Zusammenhang beschäftigte mich das „Warum“ insofern, als ich mir die Frage stellte, ob der bekannte
Blickwinkel der historischen Werke immer derselbe sein muss. Besonders wichtig ist mir dabei, alte
Denkmuster zu reformieren. Durch kreative Intuition soll eine neue, vielleicht etwas unerfahrene, aber
dennoch „neue“ Sichtweise auf die Welt entstehen.

Familie
Das Malen des Bildes „Familie” wurde von Gedanken über das gegenwärtige Leben junger Familien
begleitet. Wir leben heute in Zeiten, in denen Familien zunehmend schweren Herausforderungen
ausgesetzt sind. Trotz der Begleitung durch neue Technologien und allgegenwärtige Medien, die
angeblich den Lebenskomfort verbessern sollen, vergrössert sich die Kluft zwischen den Erwartungen
jedes Familienmitglieds zu Ausmassen, die in Entfremdung und Verständnisschwierigkeiten münden.
Diese familiären Disharmonien zeigen sich meist in der Isolation jedes Einzelnen und dem Nicht-
Verstehen der Erwartungen anderer. Der von den Medien vorgegebene Lebensstil verursacht
zusätzliche Kosten, und der Wunsch, alles Bessere und Schönere als andere zu besitzen, ist ein
Ausdruck der geistliche Leere, die durch ein künstlich geschaffenes Lebensmodell im Sinne eines
„Hamsterrad“ entsteht. Kinder werden in den Kindergarten gegeben wie Gepäckstücke. In vielen
Fällen ist der Kauf von Smartphones für Kinder unter anderem eine Möglichkeit, sie mit etwas zu
beschäftigen, ohne eigenes Engagement zu zeigen. Um die Fehler der eigenen Eltern nicht zu
wiederholen, gelingt es nur wenigen, Zeit zu finden, um nachzudenken und zu überlegen, was am
wichtigsten ist. Dies erkennen wir meist im fortgeschrittenen Alter und bedauern, dass wir unseren
Kindern nicht mehr Zeit gewidmet haben – aber es ist zu spät. Deshalb sehnen wir uns nach unseren
Enkeln, um ihnen mehr Liebe und Vertrauen zu schenken als unseren eigenen Kindern.

Geplapper
Zu Unsere Kultur gehört keine hundertprozentig exakte Sprache und keine fehlerlose Gramatik. Zu
unserer Kultur gehören unsere Literatur, Bräuche, unsere Kunst, Rituale und Feste. Unser Wortschatz
ist zu arm, um die Zustände unseres Geistes und alles um uns herum zu beschreiben. Ich habe das
Gefühl, dass diese zwei Tausend Wörter, mit denen wir uns verständigen, unsichtbare Grenzen der
Wahrnehmung der Realität setzen. Dagegen ist es hilfreich bei der Schaffung immer neuer
Technologien und neue Lügen.
Industrialisierung
In dem Bild „Industrialisierung“ stelle ich mir die Frage nach dem „Warum“ hinsichtlich der
gängigen Erziehung. Warum wird den Kindern so wenig Zeit gegeben, sich dem Kindsein
hinzugeben? Warum wird den Kleinen schon so viel Verantwortung im Kindesalter zugemutet? Es
gehört zu den wichtigsten Inhalten der Kindheit, spielerisch das Leben zu erkunden. Erfahrungen zu
machen, die nicht nur im sozialen Umgang, sondern auch beim spielerisch-erlernbaren Zugang zur
künstlerischen Welt den Weg ebnen. Auf diesem Weg kann Kreativität ihren Platz beim Kind und
somit auch in der Gesellschaft finden. Und vor allem soll den Kindern die nötige Zeit gegeben werden,
in diese Welt hineinzuwachsen.





































